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Der andere Liebhaber
Blu-ray erhältlich ab dem 25.05.2018 in Deutschland Freigabe 16 (DE) Laufzeit ca. 108 Min.
zum Film
Cover
Bewertung
Film:
3,50 von 5,0
 
Medium:
3,75 von 5,0
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M.Kethler, 28.05.2018
 
Film:
3,5 von 5,0 
Bild:
4,0 von 5,0 
Ton:
3,5 von 5,0 
Ausstattung:
Keine Wertung
 
Kritik:


Film: "Der andere Liebhaber" ist ein nicht unbedingt konventioneller Erotik-Psychothriller von François Ozon. Wie schon in "Jung & Schön", so arbeitet der französische Regisseur auch hier in seiner doppelböddigen Doppelgängererzählung wieder mit Marine Vacth zusammen. Vacth spielt eine depressive junge Frau, die sich in ihren geheimnisvollen Therapeuten verliebt...

Ozon inszeniert seinen Film erwartungsgemäß in stilvollen, teils ungewöhnlichen und für manchen Zuschauer vielleicht irritierenden Bildern. Gleich in der Anfangsszene unterstreicht zum Beispiel eine recht beeindruckende Kameraüberblendung von einer weiblichen Vagina hin zur Pupille eines Auges den unkonventionellen Charakter des Films. Die Szene erinnert ein wenig an Gaspar Noés "Enter the Void". Auch sonst sind Nacktheit, das Zeigen von Geschlechtsteilen und Sexszenen fester Bestandteil des Films. Bei François Ozon hat das alles aber keinen pornografischen sondern eher einen sinnlich-kunstvollen Charakter. Darüber hinaus wird immer wieder die Kulisse eines Museums, indem die Protagonistin Chloé als Museumswärterin arbeitet, stilvoll und in manchmal kühl gehaltenen Bildern in die brillante Visualisierung des Films eingearbeitet.

Inhaltlich bewegt sich der Film auf solidem aber nicht unbedingt mitreißendem Niveau. Irgendwo zwischen Psychoanalyse, Doppeldeutungen, Spiegelungen, menschlichen Irrungen und einer Amour-Fou-Erzählung gelingt es Ozon nicht wirklich Interesse für seine Figuren zu entwickeln. Möglicherweise ist das vom Regisseur vor dem Hintergrund der kühlen Inszenierung aber auch so gewollt? Ansonsten wird der Zuschauer diverse Verweise und Anspielungen aus ähnlich gelagerten Filmen von Brian De Palma und David Cronenberg erkennen. Trotz des Mangels an Empathie gelingt es dem Psychothriller aber doch seine Zuschauer in seinen verwirrenden Sog in spannungsvoller Weise hineinzuziehen. Für weniger Arthaus-affine Zuschauer könnte hier aber schnell Langeweile aufkommen.



Bild: Die Blu-ray bietet eine ansprechende Bildqualität. Die Bildschärfe bewegt sich zumeist auf einem guten bis sehr guten Niveau. Gleiches gilt für die Darstellung von Details und feinen Texturen. Im den durchaus vielfältig vorhandenen eher schummrigen Lichtverhältnissen wirkt das Bild oftmals etwas flacher und nur durchschnittlich scharf. Visuell ist der Film in einigen Szenen von einer kühlen Atmosphäre mit entsprechenden Farben geprägt. Es gibt aber auch diverse Einstellungen mit wärmeren Tönen in der ersten Hälfte des Films, bei denen die Farben sehr kraftvoll und lebendig wirken.

Ton: Die Blu-ray ist jeweils mit einer deutschen und einer französischen 5.1 DTS-HD MA Tonspur ausgestattet. Klassische Arthaus-Cineasten werden den Film natürlich zu recht im französischen Original schauen, aber auch die deutsche Synchronfassung macht einen stimmigen Eindruck. "Der andere Liebhaber" ist von wenigen Ausnahmen abgesehen einer recht ruhiger Film, bei dem die Dialoge im Vordergrund stehen. Von ganz wenigen Szenen mit Schockelementen abgesehen, spielt sich der Film so zum Großteil im Frontbereich ab. Es sind dann aber vor allem die dramatischen Musikeinspielungen, die ab und an für Abwechslung im gesamten Klangfeld sorgen. Dia Dialoge sind auf beiden Tonspuren jederzeit bestens zu verstehen.



Fazit: François Ozons Film ist handwerklich beeindruckend inszeniert und überzeugt vor allem aufgrund seiner visuellen Stärken. Inhaltlich ist der "Der andere Liebhaber" mit seinen vielen Doppeldeutungen durchaus solide erzählt und auch spannend genug um seine Zuschauer in die Wirrungen seiner Story hinzuziehen, es mag aber kaum Empathie für die Figuren aufkommen. Der teilweise kunstvolle und wenig konventionelle Charakter des Psychothrillers macht den Film darüber hinaus eher für Arthaus-affine Zuschauer zugänglich.
 
Testequipment:
Projektor: JVC DLA X5000
TV: Sony KD-65XE9305
Blu-ray/UHD: Panasonic DMP-UB900 UHD / Sony UBP-X800
Leinwand: DaVision Cadre light 240cm 16:9
Audio: Denon AVC-A 1 SE / Boxen: Jamo Two THX-D6 (7.1)
Raum: Vollständig dunkelblaues Heimkino (7x4 m)
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