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Detroit
4K Ultra HD 4K Ultra HD Blu-ray + Blu-ray erhältlich ab dem 05.04.2018 in Deutschland Freigabe 12 (DE) Laufzeit ca. 144 Min.
zum Film
Cover
Bewertung
Film:
4,00 von 5,0
 
Medium:
3,50 von 5,0
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M.Kethler, 18.04.2018
 
Film:
4,0 von 5,0 
Bild:
3,0 von 5,0 
Ton:
4,0 von 5,0 
Ausstattung:
Keine Wertung
 
Kritik:


Film: Vor rund 50 Jahren (1967) kamen in Detroit bei Rassenunruhen 43 Menschen ums Leben. In ihrem neuen Film widmet sich Kathryn Bigelow einigen Facetten dieses Aufstandes. Dabei herausgekommen ist ein relevanter und intensiver Historien-Thriller mit teilweise kammerspielartigem Charakter, dessen Botschaft einem als Zuschauer betroffen und wütend macht.

Im Grunde genommen ist der Film in drei Teile gegliedert. Im ersten recht kurzen Teil wird der Ausbruch des Aufstandes aus der Perspektive verschiedener Protagonisten dargestellt. Die Unruhen führen dazu, dass sich die verschiedenen Figuren zufällig in einem Hotel zusammenfinden. Nach einem dummen Spaß mit einer Spielzeugpistole wird das Hotel von der Polizei und der Nationalgarde beschossen und gestürmt. Hier setzt nun der der sehr lange Mittelteil des Films ein. Scheinbar ewig lang verbleibt Bigelow mit ihrer Erzählung in den Räumen des Hotels, indem die Polizisten ihren Rassismus und Sadismus an den festgenommen überwiegend afro-amerikanischen Hotelgästen ausleben. Der etwas zu kurz gekommene Schlussteil befasst sich dann mit den Konsequenzen aus den Vorkommnissen im Hotel.

Ob einem der Film gefällt, wird sehr stark davon abhängen, inwieweit man mit dem sehr langen und intensiven Mittelteil des Films zurechtkommt. So mancher Zuschauer hätte vielleicht lieber mehr Bilder von den Straßenkrawallen gesehen. Stattdessen lässt Bigelow die Zuschauer kammerspielartig den Überlebenskampf der Beteiligten auf engsten Raum mit Angst, Schweiß und Tränen nachempfinden. Qualvoll lang sind einige Szenen, in den hilflose Menschen der institutionellen Willkür und der abgründigen menschlichen Psyche einzelner Polizisten ausgesetzt sind. Dafür sind die Bilder aber in ihrer Wirkung um so intensiver und eindringlicher.

Handwerklich ist der Film sehr gut inszeniert, besonders hervorzuheben ist die exzellente Kameraarbeit. Auch die zahlreichen Darsteller machen einen durchweg guten Job. Vor allem Will Pouter spielt die abgrundtiefen Züge des rassistischen Cops absolut überzeugend. John Boyega bleibt hier eher eine Randfigur.



Bild: Der Film ist über weite Strecken von einer starken Körnung geprägt, die bei der 4K UHD noch präsenter auffällt als bei bei der Blu-ray. Das gibt dem Film einen rauen und authentischen Bildlook, geht aber zu Lasten einer wechselhaften Bildqualität, weil viele Szenen dadurch recht flau wirken. Liebhaber von kristallklaren Hochglanz-UHDs werden hier möglicherweise weniger glücklich über die Entscheidung der Regisseurin sein. Da ist es dann auch sicherlich wenig hilfreich, wenn auch noch der Großteil des Films in Innenräumen oder in der Dunkelheit spielt. Farben spielen auch nur eine untergeordnete Rolle. Immerhin kann die 4K UHD hier aber bei ein paar Tagesszenen und einer Animationssequenz zum Anfang des Films aus dem vollen schöpfen und mit lebendigen Farben glänzen. Im Vergleich zur Blu-ray ist die 4K UHD in vielen Szenen noch etwas dunkler mit einem gelegentlichen Detailverlust. Auf der anderen Seite werden auf der 4K UHD helle Flächen besser durchgezeichnet.

Ton: Sowohl Blu-ray als auch 4K UHD sind jeweils mit einer deutschen und einer englischen 5.1 DTS-HD-MA Tonspur ausgestattet. In technischer Hinsicht nehmen sich beide Tonspuren nichts, das englische Original wirkt aber authentischer. Trotz des längeren Kammerspielcharakters in den Innenräumen des Hotels überzeugt der Track mit viel räumlicher Atmosphäre. Natürlich sind die Straßenszenen deutlich lebendiger, aber auch im Hotel lassen sich zahlreiche Umgebungsgeräusche ausmachen. Insbesondere die Erstürmung des Hotels hält einige akustische Highlights bereit. Die Straßenunruhen und Schüsse werden kraftvoll und dynamisch mit der entsprechenden Präsenz dargestellt. Die Dialoge sind jederzeit gut verständlich.



Fazit: "Detroit" ist kein leichter oder angenehmer Film. Sowohl Inhalt als auch Machart verlangen dem Zuschauer einiges ab. Wer sich darauf einlassen kann, bekommt hier einen packenden Historien-Thriller mit sehr guten Darstellerleistungen und hoher Intensität geboten.
 
Testequipment:
Projektor: JVC DLA X5000
TV: Sony KD-65XE9305
Blu-ray/UHD: Panasonic DMP-UB900 UHD / Sony UBP-X800
Leinwand: DaVision Cadre light 240cm 16:9
Audio: Denon AVC-A 1 SE / Boxen: Jamo Two THX-D6 (7.1)
Raum: Vollständig dunkelblaues Heimkino (7x4 m)
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