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Valerian - Die Stadt der tausend Planeten
4K Ultra HD 4K Ultra HD Blu-ray + Blu-ray erhältlich ab dem 30.11.2017 in Deutschland Freigabe 12 (DE) Laufzeit ca. 137 Min.
zum Film
Cover
Bewertung
Film:
3,50 von 5,0
 
Medium:
4,50 von 5,0
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M.Kethler, 05.12.2017
 
Film:
3,5 von 5,0 
Bild:
4,5 von 5,0 
Ton:
4,5 von 5,0 
Ausstattung:
Keine Wertung
 
Kritik:


Film: Der Science-Fiction-Agenten-Film "Valerian - Die Stadt der tausend Planeten" von Luc Besson basiert auf der 1967 erstmals erschienenen Graphic Novel Reihe "Valerian" von Pierre Christian und Jean-Claude Mezieres. Selbige Reihe war auch eines der geistigen Vorbilder für George Lucas bei der Entwicklung der ersten Star-Wars-Filme. Nun hat sich Luc Besson im vollen Umfang der Geschichte des Agenten Valerian angenommen. Bei der Adaption auf der Leinwand wurde er u.a. auch von Christian und Mezieres unterstützt. Sein Interesse an außergewöhnlichen und bunten SF-Welten hatte Besson bereits 1997 in seinem wohl bekanntesten Werk "Das fünfte Element" unter Beweis gestellt.

Mit rund 180 Millionen US-Dollar ist Valerian die bisher teuerste europäische Filmproduktion. Der Erfolg an den Kinokassen fiel aber recht unterschiedlich aus. In einigen Ländern wie Frankreich und Russland eroberte der Film sogar den 1. Platz der Kinocharts, im wichtigen US-amerikanischen blieb ein ähnlicher Erfolg aber aus. Das hatte diverse Gründe, die auch für die hiesige Heimkinorezeption eine Rolle spielen könnten. Einer der Gründe ist der in Amerika recht limitierte Bekanntheitsgrad der Graphic Novel Reihe. Mit 137 Minuten ist der Film für verschiedene Zuschauergruppen zudem einfach auch zu lang. Und mit Dane DeHaan und Cara Delevinge verfügt der Film zwar über zwei vielversprechende Jungdarsteller, auf der anderen Seite sind beide jedoch noch weit davon entfernt breite Massen ins Kino zu locken und auch einen so großangelegten Blockbuster zu tragen. Letzterer Punkt wurde auch in Deutschland oftmals als Kritikpunkt angeführt. Die Darstellerleistungen selbst sind mittelprächtig. Zahlreiche Besucher haben jedoch den beiden Jungdarstellern auch die überzeichnete Rolle als coole und abgebrühte Top-Agenten nicht abgenommen. Dafür kommen aber beide recht sympathisch rüber und auch die Chemie zwischen den beiden funktioniert gut.

Losgelöst davon ist "Valerian" in visueller Hinsicht sicherlich einer der ansprechendsten Filme des Jahres. Bessons Werk liefert eine Vielzahl von beeindruckenden und kunterbunten Welten mit viel Liebe zum Detail und dazu noch eine genauso bunte wie ideenreiche Vielfalt an Figuren und Wesen. Inhaltlich kann der Film jedoch nicht ganz mit seiner visuellen Pracht mithalten, dafür ist die Story insgesamt zu dünn und ein wenig an den Haaren herbeigezogen. Der eine oder andere Zuschauer wird hier sicherlich zu recht auch ein gewisses Maß an Logik vermissen, dafür nimmt sich der Film aber niemals selbst zu ernst. "Valerian" will auch nichts anderes sein als ein bunter Fantasy-Film. In Verbindung mit seiner recht flotten Erzählweise ergibt sich daraus trotz der 137 Minuten Lauflänge ein insgesamt recht kurzweiliger Filmspaß.



Bild: Die Bildqualität der 4K UHD reicht zwar nicht ganz an die des Weltraumabenteuers "Passengers" heran, dennoch bekommt man auch hier über weite Strecken sehr schöne Bilder geboten. Müßig zu erwähnen, dass auch diese Umsetzung leider nur über eine 2K-Auflösung verfügt, obwohl der Film selbst mit 3,4K aufgenommen wurde. Wie oben bereits angedeutet, kann sich das Ergebnis aber dennoch sehen lassen. Besonders beeindruckend sind u.a. die Anfangsszenen auf dem Planeten Mül, die den Zuschauer mit einer enormen Farbenvielfalt verzaubern. Hier spielt die 4K UHD ihre Vorteile deutlich aus, die Farben wirken einfach kräftiger und lebendiger. Aber auch bei der Auflösung und Bildschärfe wirkt das Bild gefälliger. Feinheiten und Details werden noch eine Nuance mehr herausgearbeitet. Auf der anderen Seite haben aber auch auf der 4K UHD manche Szenen einen leicht soften Charakter. Dafür punktet die 4K UHD mit einem kontrastreicheren und plastischeren Bild.

Ton: Die 4K UHD ist jeweils mit einer deutschen und einer englischen Dolby-Atmos-Tonspur ausgestattet. Beide Tonspuren bewegen sich auf einem ähnlichen Niveau und überzeugen mit einem vielfältigen und abwechslungsreichen Raumklang. Im gesamten Klangfeld wird reichlich Bewegung und Atmosphäre erzeugt. Actionszenen werden mit der notwendigen Kraft, Dynamik und Präsenz dargestellt und dabei auch immer wieder vom Bass unterstützt. Auch die Dialoge sind bei den klaren Tonspuren jederzeit sauber und bestens zu verstehen.



Fazit: "Valerian - Die Stadt der tausend Planeten" ist trotz seiner 137 Minuten Lauflänge ein recht kurzweiliger Filmspaß, der vor allem in visueller Hinsicht und mit seiner Liebe zum Detail zu beeindrucken versteht. Auf der anderen Seite ist die Story selbst recht dünn und die zahlreichen Logiklöcher könnten so manchen Heimcineasten stören. Wer das Ganze aber als leicht überzeichneten SF-Fantasy-Spaß nicht so ernst nimmt, der wird hier gut und humorvoll unterhalten.
 
Testequipment:
Projektor: JVC DLA X5000
TV: Sony KD-65XE9305
Blu-ray/UHD: Panasonic DMP-UB900 UHD / Sony UBP-X800
Leinwand: DaVision Cadre light 240cm 16:9
Audio: Denon AVC-A 1 SE / Boxen: Jamo Two THX-D6 (7.1)
Raum: Vollständig dunkelblaues Heimkino (7x4 m)
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