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La La Land
Blu-ray erhältlich ab dem 24.05.2017 in Deutschland Freigabe 6 (DE) Laufzeit ca. 128 Min.
zum Film
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Bewertung
Film:
4,50 von 5,0
 
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4,50 von 5,0
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M.Kethler, 28.05.2017
 
Film:
4,5 von 5,0 
Bild:
4,5 von 5,0 
Ton:
4,5 von 5,0 
Ausstattung:
Keine Wertung
 
Kritik:


Film: Bereits im Jahr 2015 machte Regisseur Damien Chazelles mit seinem Musik-Drama "Whiplash" auf sich aufmerksam. In gleich drei Kategorien konnte der vielbeachtete Film des Newcomers einen Oscar gewinnen ("Bester Nebendarsteller", "Bester Schnitt" und "Bester Ton"). Zwei Jahre später gelingt es Chazelles den Erfolg mit dem Musical-Drama "La La Land" noch einmal zu übertreffen. Neben sieben Golden Globes gewann "La La Land" auch sechs Oscars ("Beste Regie", "Beste Hauptdarstellerin", "Beste Kamera", "Bestes Szenebild", "Bester Song" und "Beste Filmmusik"). Den Oscar für den "Besten Film" verlor der Film aufgrund einer mit viel Aufmerksamkeit bedachten Verwechslung nach wenigen Minuten an "Moonlight".

Inhaltlich geht es um zwei junge aufstrebende Künstler. Mia (Emma Stone) träumt von einer großen Karriere als Schauspielerin, der charismatische Sebastian (Ryan Gosling) versucht seinen Weg als Jazz-Pianist zu gehen. Beide verlieben sich ineinander, doch das harte Showgeschäft bringt verschiedene Probleme für die Beziehung mit sich...

Die Parallelen von "Whiplash" und "La La Land" hören bereits bei ihrem musikalischen Hintergrund auf. "La La Land" ist ein Musical, dass klassische und moderne Elemente des Musicals vereint und diese mit ein wenig Jazz und einem Hauch Bollywood anreichert. In einigen Passagen kann man "La La Land" als eine Art Hommage an die früheren Musicals der fünfziger und sechziger Jahre sehen. Manchmal überlegt man ein wenig, im welchem Jahrzehnt der Film eigentlich spielt. Im Vergleich zu "Whiplash" fährt Damien Chazelles in "La La Land" auch deutlich die Intensität zurück. Trotz einiger Probleme und Krisen ist "La La Land" ein Gutelaune-Film im farbenfrohen Gewand. Das Musical startet auch gleich zum Anfang mit einer schwungvollen Musiknummer ("Another Day of Sun") und einer Massentanzszene auf dem Highway durch. Nur wenige Minuten später singen und tanzen vier Girls in knallig bunten Kleider zu "Someone in the Crowd". Nach diesen temporeichen und sehr schön choreographierten Nummern lässt sich der Musical-Character des Films nicht mehr leugnen. Im weiteren Verlauf geht es in musikalischer Hinsicht etwas zurückhaltender und punktueller zu Werke. Zwischen den einzelnen Musik- und Tanzszenen reihen sich auch immer wieder längere Dialogszenen ein. Die Story selbst ist nicht sonderlich innovativ oder spektakulär, aber durchaus unterhaltsam und nicht zu überzuckert. Dazu gefallen die nachdenklichen Zwischentöne. Das liegt natürlich auch an den beiden guten Hauptdarstellern und deren Chemie. "La La Land" ist nach "Crazy, Stupid, Love" und "Gangster Squad" bereits der dritte Film in dem Ryan Gosling und Emma Stone ein Liebespaar spielen. Emma Stone ist für ihre Rolle als Mia mit dem Oscar als "Beste Hauptdarstellerin" ausgezeichnet worden, für Ryan Gosling reichte es für eine Nominierung. Neben ihre darstellerischen Performance wissen beide auch in tänzerischer Hinsicht zu gefallen. Die musikalischen Darbietungen sind solide, bei der Ballade "The Fools Who Dream" kann Emma Stone sogar richtig überzeugen. Für weibliche Fans von Ryan Gosling wird dessen Gesangsstimme vielleicht ein wenig ungewöhnlich wirken.

In handwerklicher und visueller Hinsicht ist "La La Land" ein kleines Meisterwerk, sowohl die Szene-Bilder als auch die Choreografien sind wunderschön in Szene gesetzt und eindrucksvoll geschnitten. Die teilweise farbenfrohen Nummern erinnern hier und da ein wenig an Bollywood-Filme, haben dann hier aber doch eine ernsthaftere und weniger überdrehte Note. Im Kontrast zu den bunten Tanznummern stehen die eher jazzlastigen Elemente. Diese zeichnen sich mehr durch eine typische Jazz Club-Atmosphäre aus.

Ob einem der Film gefällt oder nicht hängt sicherlich von verschiedenen Komponenten ab. Wenn man mit Musicals grundsätzlich Probleme hat, dann wird auch "La La Land" hier sicherlich keine Ausnahme machen. Dann hängt natürlich noch viel von der Art der Musik ab. "La La Land" bietet schwungvolle Nummern zum mitsummen, die auch im Gedächtnis bleiben. Andere Musikstücke haben dagegen eine eher jazzlastige Ausrichtung, zumeist in Richtung Swing Jazz. Nimmt man die heute allgemein geringe Popularität dieser Musikrichtung zu Grunde, könnten diese Musikstücke vielleicht nicht überall den Geschmack treffen.



Bild: Heimkinos mit breiten Leinwänden kommen hier voll auf ihre Kosten, den der Film wurde im 2.55:1 Format gedreht. Ein leichtes Filmkorn sorgt zusätzlich für einen klassischen Look und so erinnert der Film manchmal an die klassischen Musicals früherer Tage. Losgelöst vom Look und den Formaten bietet die Blu-ray über weite Strecken eine sehr gute Bildqualität. Bis auf wenige Ausnahmen bewegt sich die Bildschärfe auf einem exzellenten Niveau. Gleiches gilt für die Darstellung von Details und feinen Texturen. Die farbenfrohen Settings und Kostüme werden in lebendigen und natürlichen Farben dargestellt. Die Kontraste sind ebenfalls stets gut ausgewogen. So sind die weniger farbenfrohen Szenen in dunklen Jazzschuppen ebenfalls atmosphärisch gut eingefangen.

Ton: Die Blu-ray ist jeweils mit einer deutschen und einer englischen Dolby Atmos Tonspur ausgestattet. Beide Tonspuren hinterlassen in technischer Hinsicht ein ähnlich gefälligen Eindruck. Das Original wirkt aber natürlich wie üblich authentischer. Herzstück des Films sind die unterschiedlichen Musiknummern. Diese werden jeweils mit der notwendigen Präsenz und Dynamik dargestellt. Auch in atmosphärischer Hinsicht wissen beide Tracks zu gefallen. Die Musiknummern entfalten sich in abwechslungsreicher Manier im gesamten Klangfeld und fangen die Stimmung und das Drumherum bestens ein. Auch außerhalb der Musikstücke sorgen Umgebungsgeräusche für reichlich Abwechslung. Die Dialoge sind genauso wie der Gesang jederzeit klar und bestens verständlich.



Fazit: 14 Oscarnominierungen sind vielleicht ein wenig übertrieben, genauso wie der anfängliche Hype um den Film. Dennoch weist Damien Chazelles zweite filmische Liebeserklärung an die Musik meisterliche Züge auf. Unabhängig vom Musikgeschmack ist der Film wunderschön fotografiert und choreographiert. Der musikalische Charakter ist neben Jazz-Elementen von schwungvollen Musiknummern geprägt die im Gedächtnis bleiben. "La La Land" verbindet moderne und klassische Elemente des Musicals und wird vielerorts als Hommage an die Klassiker des Genres gesehen. Von daher werden hier wohl vor allem Musical-Liebhaber und vielleicht auch Jazz-Nostalgiker mal mehr oder weniger auf ihre Kosten kommen.
 
Testequipment:
Projektor: JVC DLA X5000
Blu-ray: Panasonic DMP-UB900 UHD
Leinwand: DaVision Cadre light 240cm 16:9
Audio: Denon AVC-A 1 SE / Boxen: Jamo Two THX-D6 (7.1)
Raum: Vollständig dunkelblaues Heimkino (7x4 m)
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