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Die Schöne und das Biest
Blu-ray Blu-ray 3D + 2D erhältlich ab dem 10.08.2017 in Deutschland Freigabe 6 (DE) Laufzeit ca. 129 Min.
zum Film
Cover
Bewertung
Film:
4,00 von 5,0
 
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4,00 von 5,0
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M.Kethler, 05.08.2017
 
Film:
4,0 von 5,0 
Bild:
4,0 von 5,0 
Ton:
4,0 von 5,0 
Ausstattung:
Keine Wertung
 
Kritik:


Film: Nach Dornröschen ("Maleficient - Die dunkle Fee"), "Cinderella" und "Das Dschungelbuch" präsentiert Disney nun auch den Zeichentrick-Klassiker "Die Schöne und das Biest" in einer Realverfilmung mit Emma Watson als Belle in der Hauptrolle.
Vermutlich wird es vielen Zuschauern zunächst einmal schwerfallen, sich von dem alten Zeichentrickfilm loszulösen. Neben den bekannten Handlungselementen und Liedern gibt es zudem auch diverse neue Szenen und Songs, die den Film zumeist in sinnvoller Weise ergänzen und in sich schlüssiger machen. Wenn man dem Film etwas Zeit lässt, kann dieser im Zusammenspiel mit Emma Watson seinen eigenen Charme entfalten und sein Publikum ähnlich wie der Zeichentrick-Klassiker verzaubern. Wenn man jedoch überhaupt nichts mit dem musicalartigen Setting anfangen kann, dürfte der Unterhaltungswert gering bleiben. Das gilt insbesondere für die deutschsprachige Fassung.

Die Kostüme und Kulissen gefallen und geben dem Film deutlich mehr Atmosphäre als dies beim Original der Fall ist. In technischer in optischer Hinsicht lässt sich Disney nicht lumpen und präsentiert einen visuell sehr schönen Film, mit viel Liebe zum Detail. Allerdings reichen die CGI-Figuren wie der Leuchter "Lumiere" nicht ganz an die Lebendigkeit ihrer Zeichentrickvorbilder heran. Dennoch sind diese aber auch hier in der Lage für ein gewissen Level an Humor zu sorgen. Durch die zusätzlichen Szenen werden einige Charaktere ausführlicher entwickelt, so bekommt der Film etwas mehr Tiefgang, wird aber auch ein wenig in die Länge gezogen. Trotz der zusätzlichen Erklärungen bleibt es aber eben doch letzten Endes ein Märchen und da sollte man sich dann eben auch nicht wundern, warum ein Prinz dafür verflucht wird, weil er nur ein Auge für äußere Schönheit hat, am Ende dann aber eben doch wieder von einer attraktiven Frau befreit wird? Unterm Stich bleibt die Annäherung zwischen Belle und dem Biest trotz weiterer Ausschmückungen auch hier ein Märchenkonstrukt. Dafür wird Belle hier von Emma Watson noch etwas feministischer interpretiert als im Original. Die junge Engländerin passt perfekt in die Rolle der Belle und hinterlässt neben ihrer guten Darstellung auch stimmlich einen soliden Eindruck. Dan Stevens hat es als Biest da schon wesentlich schwieriger sich in seinem CGI-Gewand in Szene zu setzen. Darüber umfasst der Cast noch weitere namhafte Darsteller wie Luke Evans und Kevin Kline in größeren Rollen. Ewan McGregor, Emma Thompson, Ian McKellan und Stanley Tucci geben den CGI-Requisiten ihre Stimmen und sind erst am Ende des Films nach der Aufhebung des Fluches zu erkennen.



Bild: Disneys Neuauflage bietet kein natives 3D, der Film wurde nachträglich in 3D konvertiert. Dies macht sich aber nur in wenigen Szenen negativ bemerkbar. Wirklich störend ist eigentlich nur das recht dunkle 3D-Bild. "Die Schöne und das Biest" bietet zwar auch ein paar farbenfrohere Momente, ist aber über weite Strecken recht düster gehalten und bietet viele dunkle Szenen. Wie üblich schlucken die 3D-Brillen recht viel Licht, so dass in machen dunklen Szenen Detaillierung und Durchzeichnung verloren gehen. In den helleren Szenen wirkt das Bild aber sehr lebendig. Farben und Details kommen hier sehr schön zu Geltung.

Obwohl es sich hier nur um eine 3D-Konvertierung handelt, bietet die Blu-ray eine gelungene Tiefenstaffelung mit ausgeprägten stereoskopischen Effekten. Pop-Up-Effekte sind im ersten Drittel eher selten, dafür aber zum Finale mit deutlich höherer Frequenz.

Ton: Die Blu-ray ist mit einer deutschen 5.1 DTS-HD HR und einer englischen 7.1 DTS-HD MA Tonspur ausgestattet. In technischer Hinsicht sind die Unterschiede der beiden Tracks kaum der Rede wert. Allerdings ist der Gesang im englischer Original deutlich angenehmer und stimmlich runder, zudem klingt das Biest etwas dumpfer. Davon abgesehen bietet der Originaltrack vielfältig beeindruckende Surroundeffekte und reichlich Atmosphäre. Diverse Umgebungsgeräusche und die mehrstimmigen Musiknummern unterstreichen diesen Eindruck. Actionszenen und Unwetter werden mit viel Kraft, Dynamik und Präsenz dargestellt. Die Dialoge sind jederzeit bestens und klar verständlich.



Fazit: Bei der Anzahl von Realverfilmungen beliebter Klassiker in den letzten Jahren könnte man auf den Gedanken kommen, dass Disney die Ideen ausgegangen sind. Davon aber einmal abgesehen bietet die Neuverfilmung des Zeichentrickklassikers "Die Schöne und das Biest" jedoch ein visuell beeindruckendes und weiterhin bezauberndes Märchen, dem speziell Emma Watson eine charmante Note gibt. Durch einige zusätzliche Szenen ist die bescheidene Story etwas realistischer geworden, unterm Strich bleibt es aber ein konstruiertes Märchen. Man sollte die Realverfilmung auch nicht ständig mit dem Zeichentrick-Original von 1991 vergleichen, dann kann der Film seinen eigenen Charme am besten entfalten.
 
Testequipment:
Projektor: JVC DLA X5000
Blu-ray: Panasonic DMP-UB900 UHD
Leinwand: DaVision Cadre light 240cm 16:9
Audio: Denon AVC-A 1 SE / Boxen: Jamo Two THX-D6 (7.1)
Raum: Vollständig dunkelblaues Heimkino (7x4 m)
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